Abtei Monte Oliveto Maggiore in der Toskana

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Zur Geschichte des Klosters

Das Stammkloster der Olivetaner, die Abtei Monte Oliveto Maggiore, befindet sich südlich von Siena in der toskanischen Weltkulturerbe Landschaft Crete Senesi, in Chiusure. Inmitten einer faszinierenden Umgebung wurde das Kloster im 14. Jahrhundert auf einem Hügelrücken errichtet. Gründer des Klosters waren der von einer bedeutenden Familie in Siena abstammende Rechtsgelehrte Gioanni Tolomei sowie seine adligen Freunde Patrizio Patrizi und Ambrogio Picolomini. Sie hatten beschlossen, ihr Leben nach der vom Heiligen Benedikt festgelegten asketischen Lebensweise zu führen.

Der neu entstandene Orden erhielt 1344 die päpstliche Zustimmung. Bis zum Jahre 1514 wurde dank der wirtschaftlichen und kulturellen Blüte des Klosters das imposante Klostergelände mit seinen zahlreichen Bauten fertig konstruiert. Der die Klosteranlage umgebende Zypressenwald wurde zur damaligen Zeit von den Mönchen des Klosters gepflanzt. Heutzutage bietet dieser reizvolle Park eine beinah magische Kulisse für die bezaubernde Abtei Monte Oliveto Maggiore.

Bis zur heutigen Zeit leben die Olivetaner, die man an ihrer weißen Ordenstracht erkennt, in der imposanten Abtei.

Die Abtei Monte Oliveto Maggiore
© Foto: „Die Abtei Monte Oliveto Maggiore“ von Acer11 – Eigenes Werk, [CC BY-SA 3.0] über Wikimedia Commons
Architektur und Gestaltung der Abtei der Olivetaner

Der Zentralbau des Klosters Monte Oliveto Maggiore wurde aus rotem Backstein gebaut und auch die zahlreichen anderen Gebäude wurden in beeindruckender Architektur aus rosafarbenem Stein errichtet.

Der Klosterinnenhof lädt zum andachtsvollen Verweilen ein. Im groß angelegten und überaus beeindruckenden Kreuzgang sind anhand von 36 meisterhaft gefertigten wandhohen Fresken Ausschnitte aus dem Leben des Heiligen Benedikt zu bewundern. Sie gehören zweifellos zu den bedeutendsten Fresken der Renaissance, die von Luca Signorelli begonnen und später von Giovanni Antonio Bazzi, genannt Sodoma, vollendet wurden.

Die alte Bibliothek, das Refektorium, die historische Apotheke und die Kunstgalerie sind Klosterbesuchern zugänglich, die in dem kleinen, angegliederten Klosterladen kirchliche Andenken und von den Klosterangehörigen selbst hergestellte Produkte wie Wein, Honig, Oliven oder Kräuter erstehen können. Auch der mittelalterliche Weinkeller lädt zu Weinproben ein und sollte unbedingt besichtigt werden.

Gäste können in dem zum Klostergelände gehörenden Restaurant sehr gut speisen und gleichzeitig den faszinierenden Ausblick auf die atemberaubende Landschaft genießen. Im Hintergrund vervollständigen der alte Wachturm und die dazugehörende Zugbrücke das unvergleichliche Bild dieser fabelhaften Klosteranlage.