Dom von Florenz

Die Kathedrale Santa Maria del Fiore - Dom von Florenz

Die Kathedrale Santa Maria del Fiore (Cattedrale di Santa Maria del Fiore), auch Dom von Florenz genannt, ist das weithin sichtbare und bedeutendste Wahrzeichen der toskanischen Hauptstadt. Er fungiert als Bischofskirche des Erzbistums Florenz. Der elegant schlanke Glockenturm von Giotto und Brunelleschis Kuppel sind weltberühmt. Die Kathedrale, zentral in der Metropole an der Piazza del Duomo gelegen, ist die viertgrößte Kirche der Welt. Ein besonders schöner Panoramablick auf Dom und Zentrum eröffnet sich vom Piazzale Michelangelo aus.

Architektonisch und baugeschichtlich liegt die Kathedrale auf der Schwelle zwischen Gotik und Frührenaissance. Die Optik besticht durch weißen, grünen und roten Marmor und eine fast schon mathematisch anmutende Konstruktion. Eigentlich ist der Dom in Florenz ein Nachzügler, denn unter anderem hatten Pisa, Lucca und Siena schon ihre Kathedralen. Die Florentiner wollten diesen nicht nachstehen.

Die ersten Entwürfe stammen aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, die einen Ausbau der bereits bestehenden Kirche vorsahen. Schon zu dieser Zeit war Florenz eine reiche Stadt. Der Handel mit Wolle und Tuch und das damalige Finanzwesen hatten die Stadt am Arno zu einem begehrten Wirtschaftszentrum gemacht. Ende des 13. Jahrhunderts begannen dann die Arbeiten. Um 1367/68 waren die Arbeiten zum Dom größtenteils abgeschlossen. Giottos berühmter Glockenturm, der Campanile, benötigte 25 Jahre Bauzeit (1334 – 1359).

Die Kuppel vom Dom von Florenz

Die wuchtige Kuppel mit einem Durchmesser von über 45 Metern ist ein technischer Geniestreich, wurde als letztes realisiert und 1436 abgeschlossen. Mit dieser Meisterleistung hat sich der Architekt und Bildhauer Filippo Brunelleschi sein eigenes Denkmal gesetzt. Vier Millionen Backsteine sind in der Kuppel verbaut. Sie überragt Giottos Turm um einiges, der etwa 85 Meter hoch ist. Bis zum Marmoraufbau an der Spitze (Laterne) ist die Kuppel rund 114 Meter hoch. Von oben gibt es einen atemberaubenden Rundumblick auf das historische Zentrum der Stadt.

Im Laufe der Jahrhunderte haben sich viele bedeutende Künstler und Bildhauer an und in der Kathedrale verewigt. Von außen an der Südseite ergeben sich spannende Blickwinkel auf die mächtige und dennoch einzigartig filigran wirkende Gestaltung. Besonders sehenswert an der Nordseite ist die äußerst detailreich ausgeschmückte Porta della Mandorla (Anfang 15. Jahrhundert).

Im Inneren befinden sich Aufsehen erregende Reliefs und Fresken unter anderem von Paolo Uccello (Mitte 15. Jahrhundert). Sehenswert ist vor allem die liturgische Uhr oberhalb des Hauptportals. Oder die Darstellungen der Reiterdokumente der Feldherren Giovanni Acuto und Niccolò da Tolentino. Die restaurierten Fresken im Innern der Kuppel auf einer Fläche von 3600 Quadratmetern stammen von Giorgio Vasari und Federico Zuccari (2. Hälfte des 16. Jahrhunderts).