Marino Marini ist einer der weltweit bekanntesten Künstler aus Pistoia (gemeinsam mit Giovanni Michelucci). Maler, Bildhauer, Graveur und Zeichner: seine Kunst beinhaltete verschiedene Techniken. Pistoia ehrt heute das Genie ihres Künstlers mit dem Dokumentationszentrum, dem sich auch die Stiftung anreiht, die mit dem Ziel entstand, sein künstlerisches Werk aufzuwerten und es zu schützen.
Das Dokumentationszentrum ist Sitz der permanenten Ausstellung der Werke von Marino Marini. Es wurde 1979 in den Sälen des Rathauses von Pistoia eingeweiht und 1990 in die renovierten und angebrachteren Säle des Palazzo del Tau verlegt, in Corso Silvano Fedi. In seinem Inneren werden zahlreiche Kreationen aufbewahrt, von denen ein Teil permanent ausgestellt wird, während der andere sporadischen Ausstellungen zur Verfügung steht. Ein Schatz aus ca. 350 Radierungen, Schnitten und Skulpturen.
Von den ersten Radierungen aus dem Jahr 1919, bis hin zu den Lithographien aus dem Jahr 1980, als Marini in Viareggio starb; zu dem eine reichhaltige Bibliothek mit Zeitungsartikeln (ab 1927), Kunstbüchern, Monographien und Katalogen. Der Bibliothek fügt sich eine Fotothek hinzu (ca. 16000 Bilder), eine Diathek (mit zahlreichen Diapositiven) und eine Videothek, die gemeinsam die künstlerische Karriere von Marini nachverfolgen. In den weitläufigen Räumen der Stiftung befindet sich schließlich auch eine Gipsothek, die kleinere Werke und monumentale Gipse aufbewahrt.
Marino Marini wird 1901 in Pistoia geboren und erhält, nachdem er die Bildhauer- und Malkurse der Kunstakademie in Florenz verfolgt hat, einen Lehrstuhl in Bildhau an der Kunstschule in Monza. 1940 beginnt er zu reisen und kommt so in Kontakt mit den höchsten Exponenten der damaligen Kunst: in Paris lernt er die metaphysische Kunst von De Chirico kennen, in New York den Dadaismus von Jean Arp und in London von Henry Moore.
In jenen Jahren stellt Marini in den prestigevollsten Museen Europas und Amerikas aus. 1952 wird ihm der «Gran Premio per la scultura» auf der Biennale in Venedig verliehen und zwei Jahre später, 1954, der «Premio Feltrinelli» in Rom.
Das Dokumentationszentrum ist wochentags von 9.00 bis 13.00 Uhr und von 15.00 bis 19.00 Uhr geöffnet, feiertags von 9.00 bis 12.30 Uhr, montags geschlossen. Eintritt frei.
(Piccolo giocoliere - Bronze 1940 - Foto von der Website der Gemeinde Pistoia)
März.2002
Gemeinde Pistoia (auf Italienisch und Englisch)
Museum Marino Marini (auf Italienisch)