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   Bertolucci und «L'amore probabilmente»

«Mein letzter Film heißt "L'amore probabilmente" (Die Liebe vielleicht) und mein Name ist Bertolucci. Giuseppe Bertolucci». Genaue Angaben sind wichtig wenn man sich den Nachnamen mit wichtigen Persönlichkeiten wie dem Vater Attilio und dem Bruder Bernardo teilt. Dichter der erste und wortgewandter Regisseur der zweite.

Giuseppe, der in der Toskana nach dem Film “Berlinguer ti voglio bene” wirklich zu Hause ist, kommt zurück nach Florenz um dort, zusammen mit seinen Hauptdarstellern Sonia Bergamasco und Fabrizio Gifuni, seinen neuen Film vorzustellen.

«Ich habe vor zwei Jahren angefangen über diesen Film nachzudenken – hat der Regisseur gesagt – und trotzdem hat "L'amore probabilmente" erst jetzt Form angenommen, die einzigst mögliche, dank der Benutzung einer digitalen Kamera. Eine wirkliche kopernikanische Wende: das digitale gibt die Möglichkeit mit viel niedrigeren Preisen zu arbeiten, was den Dreh selbst angeht aber auch den späteren Schnitt des Films».
 
Auch wenn die Möglichkeiten einer digitalen Kamera limitiert sind verändert das nicht den eigentlichen Stil von Giuseppe Bertolucci der sich auch in diesem Film als Liebhaber der Details zeigt, der kleinen Geschichten. Liebhaber des Kinos das von und mit Schauspielern gemacht wird: mit ihren Körpern und ihren Gesten.

«Dank der Nutzung einer digitalen Camera war das Spiel zwischen Regisseur, Objektiv und Schauspieler immer perfekt; vor allem mit Sonia die als Theaterschauspielerin ihren ersten Auftritt auf dem großen Bildschirm hatte und super auf diese Art von Dreh reagiert hat. Ich liebe es neue Talente zu entdecken, wie ich es unter anderem vor vielen Jahren mit Benigni gemacht habe. Ich liebe das Theater-Kino und vor allem die Monologe, die ich als höchstes Stadium der Schauspielerei ansehe».

...Viele die Leidenschaften von Bertolucci, eingeschlossen die der Toskana  - "L'amore probabilmente" spielt zum Teil in Lucca. Wenige sind die Pausen in denen sich die Zuschauer erholen können: ein kontinuierlicher Dialog zwischen Realität, Fiktion, Lügen, Wahrheit und Illusionen, Wie die Liebe… vielleicht!

 

 

Steckbrief des Films:
L'amore probabilmente, Regie, Thema und Bühnenbildnerei von Giuseppe Bertolucci, Italien, 2001.
Darsteller Sonia Bergamasco, Fabrizio Gifuni, Rosalinda Celentano mit der Teilnahme von Mariangela Melato, Stefania Sandrelli und Alida Valli.

 
 

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