«Sotto lo stesso cielo» («Unter demselben Himmel»): ein Ausstellungszyklus, der, während einer Tappe des Projekts im «Palazzo Vecchio» in Florenz, die Retrospektive vorstellt, die der charismatischen, amerikanischen Fotografin aus den Zwanzigerjahren gewidmet ist: Margaret Bourke-White. Die Ausstellung in Florenz wird bis zum 17. Februar geöffnet bleiben und umfasst Lebensausschnitte, die diese amerikanische Berufsfotografin in den grausamsten und treffendsten Aspekten des vergangenen Jahrhunderts festgehalten hat.
Ein Leben, das Margaret Bourke-White seit 1929, zu großartigen, fotografischen Scoops geführt hat. Ihr erster Vertrag mit der amerikanischen Zeitschrift «Fortune» bringt sie auf die andere Seite des Ozeans, um mit ihren Momentaufnahmen den wirtschaftlichen Wiederaufschwung in Deutschland zu Ende des Ersten Weltkriegs festzuhalten. Daraufhin kehrt sie in ihre Heimat zurück, um zu fotografieren, was zur ersten, in einer amerikanischen Zeitschrift veröffentlichen Fotoreportage wurde, 1936 für die Titelseite von «Life», die ihr einen Vertrag auf Lebenszeit mit der wichtigen, amerikanischen Zeitschrift eingebracht hat.
1941 gelingt es ihr, eine Fotosession mit Stalin zu erhalten. 1946 befindet sie sich inmitten der Unabhängigkeitskriege in Indien und daraufhin in Südafrika, wo sie 1950 in ein Bergwerk absteigt, um die nüchterne Realität der Bergwerke zu fotografieren: zwei tote Bergmänner, die an der Hitze in 3 km. Tiefe eingingen.
So hat Margaret Bourke-White von einem Ende der Welt zum anderen stets weitergearbeitet und Bilder verfolgt, die die Geschichte der Fotografie und der weltweiten Chronik gezeichnet haben, bis sie sich 1957 auf Grund einer unheilbaren Krankheit zurückziehen musste.
Im «Palazzo Vecchio» erzählt die der amerikanischen Fotografin gewidmete Retrospektive, anhand von 30 Abbildungen, das Werk von Margaret Bourke-White: Bilder, die von Amerikas Ausgrenzung und Schwierigkeiten erzählen, von den Konzentrationslagern zu Ende des Weltkriegs, von Gandhis Indien, von den Bergmännern in Südafrika, aber auch von der industriellen Expansion.
Eine Weltreise mit den Augen von Margaret Bourke-White. Dieser Retrospektive, während dem Sommerzyklus «Sotto lo stesso cielo» («Unter demselben Himmel»), wird 2002 «Viaggio negli Islam» («Reise in den Islam») folgen, eine Fotoreportage di von Abbas realisiert wurde, Fotograf mit iranischen Ursprüngen, der sieben Jahre lang die islamische Welt durchreist hat.
Margaret Bourke-White
Wo: Sala d'Arme, Palazzo Vecchio, Piazza della Signoria
Wann: vom 7. Dezember 2001 bis zum 17. Februar 2002
Öffnungszeiten: täglich von 10.00 bis 20.00 Uhr; Donnerstag von 10.00 bis 22.00 Uhr. Montag geschlossen
Eintrittspreise: Erwachsene 12.000 Lit. (6,20 Euro); Ermäßigungen 8.000 Lit. (4,00 Euro)
Informationen und Reservierungen: +39.02.54.913
Dezember.2001
Gemeinde Florenz (auf Englisch)
Contrasto (auf Englisch)