Toskana, eine faszinierende Region mit einem außergewöhnlichen Kunst- und Kulturgut, aber auch einem reichen Schatz an Mysterien und Legenden über Einsiedeleien, Persönlichkeiten und Burgen, auf die man an jeder Ecke stößt.
Unter den zahlreichen Legenden der Toskana betrifft die Brücke der Maddalena, die man erblickt, wenn man das Tal Valle del Serchio durchquert und die hochgelegene Ortschaft Borgo a Mozzano bei Lucca erreicht.
Über die Brücke der Maddalena, die besser als Brücke des Teufels bekannt ist, wird eine antike Legende erzählt, deren Protagonisten der Teufel in Person und ein Baumeister des Orts sind, dem die Errichtung einer Verbindung zwischen den beiden Ufern des Flusses Serchio anvertraut wurde.
Eine Legende, die auch heute noch fasziniert und neugierig macht, ohne aber zu vergessen, das die Brücke des Teufels ein herrliches Zeugnis des klassischen Stils des Mittelalters ist, mit einer Eigenheit, die sie wirklich einzig in ihrer Art macht: 5 asymmetrische Bögen, deren zentraler eine Höhe erreicht, die eine Herausforderung für jeglichen, architektonischen Einfallsreichtum darstellt.
Sie wurde auf Wunsch von der Fürstin Matilde di Canossa um 1100 errichtet, während ihr heutiges Aussehen auf den Bau um 1300 zurückzuführen ist.
Um auf die Legende zurückzukommen, wird erzählt, dass sich der Baumeister wenige Tage vor Ablauf der Baufrist bewusst wurde, dass er diese Frist nicht einhalten konnte. In diesem Moment erschien ihm der Teufel mit einem verlockenden Angebot: mit seinen außerirdischen Kräften hätte er die Arbeiten innerhalb der gesetzten Frist beendet, aber dafür würde ihm die Seele der Person gehören, die die Brücke als erste überquerte.
Der Baumeister ließ sich auf diesen Tausch ein, aber es gelang ihm, den Teufel auszutricksen, indem er ein Schwein die Brücke unmittelbar nach ihrer Fertigstellung überqueren ließ. Der Teufel, tiefst erzürnt, verschwand in den bewegten Gewässern des Flusses.
September.2002
Provinz Lucca (auf Italienisch und Englisch)