Radicofani, kleines Zentrum in der Provinz von Siena, befindet sich auf der Grenze zwischen Toskana, Latium und Umbrien. Es ist leicht über die S.S. 2 Cassia erreichbar. Das kleine Mittelalterliche Zentrum wird von einem Steilhang überragt auf dem sich die Festung von Radicofani befindet. Wenn man zu Fuß die harte Steigung in Richtung Festung hinter sich bringt fühlt man sich als wäre man zurück in die Vergangenheit gereist.
Wenn man den Hügel hochgeht trifft man plötzlich ein Steintor, der letzte Überrest der Mauer der Burg die sich in einer Höhe von 900 Metern befindet. Die Burg von Radicofani kann innerhalb von 20 Minuten zu Fuß erreicht werden; die Alternative ist mit dem Auto hochzufahren, dann verpaßt man aber ein wunderbares Panorama.
Die Restaurierungsarbeiten der Burg die in den letzten Jahrzehnten gemacht wurden haben der Burg ihren alten, mittelalterlichen Schein wiedergegeben. Die fünf Bastionen die sich an jeder Ecke des fünfeckigen Gebäudes befinden bieten ein Panorama auf die ganze Val d'Orcia, der nur im Osten vom potenten Berg Amiata verwert wird.
Die Burg, die sich entlang der alten Via Francigena befindet, ist im laufe der Jahrhunderte unter unterschiedlichen Herrschaften gewesen: der Staat der Kirche, die Republik von Florenz und die von Siena. 1297, wie Dante es in der «Divina Commedia» und Boccaccio im «Decamerone» erzählt, hat Ghino di Tacco, bekannter Dieb und Gentleman, die Burg in seine Gewalt gerissen und lebte hier drei Jahre.
Später ward die Festung Besitz der Republik von Siena und dann fiel sie 1559 in die Hände von Cosimo I, Großherzog der Toskana. 1735 wurde die Festung verlassen auf Grund der Explosion des Pulvermagazins das die fast komplette Zerstörung der Burg bedeutete. Momentan kann man die Festung besuchen und im Inneren kann man den Burgturm besteigen, der heute ein Museum ist.
Wo: Festung von Radicofani
Uhrzeiten: von April bis Oktober 10-19. Von November bis März 10-18.
Eintritt: 4.000 Lire
Tel: 0578/55867 - 55700
November.2001
Park Val d'Orcia (italienisch)